Turiaux, Mario – Aachen

FAC-logo1. Stell dich bitte kurz vor.
Ich bin Mario, Illustrator aus Aachen und mag gerne Siebdrucke, Arcade Spiele, das Kalifornien der 80er, Knochen und Schädel, Plattencover, Skateboardgraphiken, schnelle Musik, Sticker, Bier, Logos und eigentlich alles was wirklich leidenschaftlich und ehrlich ist (nicht nur in der Kunst).

2. Wie kamst du dazu Poster zu gestalten und warum hauptsächlich mittels Siebdruck?
Zeichnen macht mir seit frühester Kindheit Spaß, zumindest kann ich mich an keinen anderen Zustand erinnern. Als wir Mitte der Neunziger unsere ersten Konzerte selbst organisierten, mussten auch Flyer und Poster her. Siebdruck kam dann erst in den Nullern als perfekte Symbiose aus DIY und Ästhetik hinzu.

3. Bist du Autodidakt oder hast du eine einschlägige Ausbildung / Background?
Aus Mangel an Ideen habe ich Grafik/Design studiert, was mich auch sicherlich beeinflusst hat. Mit Siebdruck kam ich während dieser Zeit allerdings nie in Berührung, da die Werkstatt der FH unfassbarerweise kurz vorher aufgegeben wurde. Mein Bruder war dann – wie so oft – die treibende Kraft beim Einrichten unserer ersten eigenen Siebdruckwerkstatt. Und er war es auch, der sich – wie so oft – in Nullkommanix das Know-How angeeignet und den nötigen Ehrgeiz an den Tag gelegt hat. Während er viele Aufträge, vor allem für Plattencover, druckt, mache ich meine eigenen Motive. Er betreibt zusätzlich einen Plattenladen und ist Gelegenheitstontechniker, ich bin selbstständiger Grafiker und Illustrator.
Kannst du vom Postermachen / Drucken leben oder was sichert deinen Lebensunterhalt?
Vom Siebdruck allein zu leben halte ich aber sowieso gar nicht für erstrebenswert, da der magische Moment ab einer gewissen Zeit am Rakel eben auch flöten geht und zur monotonen Fließbandarbeit wird.

4. Wie sieht dein Arbeitsablauf in Kurzform aus? Welche Werkzeuge und Hilfsmittel verwendest Du?
Bleistift, Leuchttisch, Tusche, Computer, Siebdruck.

5. Wer sind Deine Vorbilder, wer hat Dich beeinflusst, wen siehst Du als wegweisenden Poster-Artist an und von wem bist Du einfach Fan?
Ach, ich klaue eigentlich überall, epochen- und stilübergreifend. Guckt man sich Arbeiten von Jim Phillips, Munk One, Hieronimus Bosch, James „Barf“ Callahan, Johnny Crap, Rockin‘ Jellybean, The Weird oder 1000 anderen Ausnahmekünstlern an, dürfte klar sein, das das nicht alles auf meinem Mist gewachsen ist.

6. Wie siehst du das Rockposter 2013: Merchandise / Kunstdruck oder nach wie vor Ankündigung / Werbemittel?
Um Flächendeckend Werbung zu machen, gibt es definitif günstigere Mittel. Einen Werbeeffekt hat aber sicherlich auch die Mühe, die in jedem Kunstdruck steckt.

7. Wo kann man deine Sachen bekommen?
Über meine Seite www.fancyartclub.com und bei Ausstellungen. Ich freue mich immer über persönlichen Kontakt.