Götzilla – Mannheim

götzilla-bannerlogo1. Stell dich bitte kurz vor.
Ich bin Götzilla und lebe mit Frau und kleinem Sohn in Mannheim. Wenn ich nicht gerade mit meiner Band „Hitsville MA“ Musik mache oder als DJ die einzig vernünftige Bar hier beschalle, verbringe ich meine Freizeit mit dem Gestalten und Drucken von Konzertpostern.

2. Wie kamst du dazu Poster zu gestalten und warum hauptsächlich mittels Siebdruck?
Musik war schon immer wichtig für mich. Mir war es dabei aber nie genug nur zu konsumieren, daher habe ich schon früh begonnen unsere Szene (Punk, Hardcore, Rockabilly) mit zu gestalten. Und da jeder macht was er am besten kann, hab ich eben immer die Flyer und Poster für Konzerte und Parties gemacht. Dass sich das dann in Richtung Siebdruck und ernsthafte Gigposter-Kunst entwickeln musste war klar, als ich im Plattenladen die ersten Coop und Kozik Drucke gesehen habe. Ab da waren meine Poster immer quasi als Siebdruck angelegt, wirklich ge-siebdruckt habe ich allerdings erst Jahrzehnte später – 2007 um genau zu sein.

3. Bist du Autodidakt oder hast du eine einschlägige Ausbildung / Background?
100% DIY Autodidakt! Merkt man manchmal auch glaube ich, aber für mich funktioniert das am besten, ich muss mich da durchwurschteln.

4. Kannst du vom Postermachen / Drucken leben oder was sichert deinen Lebensunterhalt?
Wie gesagt ist das Postermachen etwas das ich in meiner Freizeit mache. Für mich ist es mehr als ein Hobby, aber eben auch nicht mein Beruf. Mein Geld verdiene ich als User Experience Experte.

5. Wie sieht dein Arbeitsablauf in Kurzform aus? Welche Werkzeuge und Hilfsmittel verwendest Du?
Ich illustriere bis auf ganz wenige erste Skizzen fast ausschließlich in Illustrator auf dem Mac, und das super-mega-umständlich, weil ich mir auch das selber beigebracht habe. Der Hauptgrund warum ich mit dem Computer arbeite ist, dass ich sehr wenig Zeit habe und viel Reise und so oft auch in der Mittagspause oder im Hotelzimmer einfach loslegen kann.

5. Wer sind Deine Vorbilder, wer hat Dich beeinflusst, wen siehst Du als wegweisenden Poster-Artist an und von wem bist Du einfach Fan?
Künstlerische Vorbilder? Also auf jeden Fall Jim Phillips, der für einen Großteil der 80er Jahre Skateboard Graphics verantwortlich zeichnet, ebenso wie ein Haufen Comic Artists (mein Vater war Comic-Händler). Wegweisende Posterkünstler sind natürlich schwer herauszupicken, weil es einfach so viele gute Leute gibt, aber ich bin auf jeden Fall Fan von Michael (Hacker) seit ich seine Arbeiten das erste mal in HH auf dem Flatstock gesehen habe. Michael’s Illustrationen und Poster bringen mich immer zum Lachen!

6. Wie siehst du das Rockposter 2013: Merchandise / Kunstdruck oder nach wie vor Ankündigung / Werbemittel?
Siebdruck Poster sind für mich eher Kunst. Ich finde es aber dennoch schön wenn auch ein paar Exemplare zur Ankündigung für Konzerte zum Einsatz kommen. Manchmal hänge ich also gern mal ein paar Poster in meine Stammkneipe oder im Plattenladen auf, meistens sind die dann nach kurzer Zeit geklaut, aber das finde ich eigentlich auch schon wieder cool – Rock’n’Roll Kunstraub!
Ansonsten habe ich gemerkt dass Poster nach wie vor wichtig sind für Veranstaltungen die wir organisieren. Machste geile Poster kommen mehr Leute! Nur Facebook reicht nicht – zum Glück! Plakate sind also nicht tot.

7. Wo kann man deine Sachen bekommen?
www.rockposter.de, ab und an mal auf Ausstellungen oder eine Mail an contact@rockposter.de