Kopfüber – Halle

logo_kopfueber1. Stell dich bitte kurz vor.
Hallo, wir sind Johannes Walenta und Mathias Quast. Johannes hat sein Atelier in Halle, Mathias seine Siebdruckwerkstatt in Potsdam und zusammen wird daraus KOPFÜBER.

2. Wie kamst du dazu Poster zu gestalten und warum hauptsächlich mittels Siebdruck?
Ich hab schon immer gezeichnet und in Bands gespielt. Die berliner Stoner- und Psychedelicszene ist so überschaubar, da kennt sich früher oder später sowieso jeder. Dadurch hab ich dann öfter mal Poster für kleine Bands und Shows gemacht. 2011 hab ich dann Mathias kennengelernt, der ein Konzert von uns veranstaltet hat. Er hat mir vorgeschlagen, mein Gigposter für den Abend als Siebdruck zu drucken. Und seitdem hat unsere Zusammenarbeit nicht mehr aufgehört hat.

3. Bist du Autodidakt oder hast du eine einschlägige Ausbildung / Background?
Ich studiere jetzt seit 3 Jahren Kommunikationsdesign. Aber die ganze Poster- und Siebdrucksache ging eigentlich schon vorher los.

Kannst du vom Postermachen / Drucken leben oder was sichert deinen Lebensunterhalt?
Da ich mich zurzeit noch im Studium befinde, muss ich noch nicht vom Postermachen alleine leben. Das hat den großen Vorteil, dass ich nur die Poster mache, auf die ich auch richtig Lust habe und mich nicht ausschließlich aus finanziellen Gründen für oder gegen einen Auftrag entscheiden muss. So sind auch mal Poster für Bands drin, die nicht viel Geld haben, die wir aber trotzdem unterstützen wollen.

4. Wie sieht dein Arbeitsablauf in Kurzform aus? Welche Werkzeuge und Hilfsmittel verwendest Du?
Die erste Idee entsteht natürlich im Kopf, gefolgt von vielen kleinen Skizzen. Eine davon wird ausgewählt und je nach Laune entweder analog ausgearbeitet, oder direkt in klein eingescannt, hochskaliert und am Rechner ausgearbeitet. Sowohl das Motiv als auch die Schriften werden von mir komplett handgezeichnet. Die fertigen Auszüge schicke ich Mathias. Wenn ich gerade in Potsdam bin drucken wir gemeinsam, meistens druckt Mathias aber alleine. Er bringt durch den Druckprozess wieder den analogen Schritt rein, der der digitalen Version fehlt.

5. Wer sind Deine Vorbilder, wer hat Dich beeinflusst, wen siehst Du als wegweisenden Poster-Artist an und von wem bist Du einfach Fan?
Die Musik ist natürlich ein riesiger Einfluss, wahrscheinlich der größte. Früher wurde ich auch stark von Postern aus den 60er und 70er Jahren inspiriert, das hat sich heute ein wenig geändert, genau wie mein Stil.

6. Wie siehst du das Rockposter 2013: Merchandise / Kunstdruck oder nach wie vor Ankündigung / Werbemittel?
Definitiv Kunstdruck.

7. Wo kann man deine Sachen bekommen?
Bei Konzerten der jeweiligen Bands. Oder eine Mail an mich schreiben: www.kopfuber.com