Die Hippie-Bewegung fand mit dem Summer of Love 1967 in San Francisco ihren Höhepunkt. Zum 50. Jubiläum widmet das Museum Folkwang der Hippie-Kultur im Sommer 2017 eine umfangreiche Ausstellung. Rund 250 psychedelische Plakate – ergänzt durch Fotografien, Schallplattencover und Konzertkarten – ermöglichen einen umfassenden Einblick in diese wichtige Umbruchphase.
San Francisco 1967 ist die bisher größte Plakatausstellung zum Summer of Love in Europa überhaupt.


Victor Moscoso
The Chamber Brothers „Glasses“, San Francisco, 1967
Sammlungen Lutz Hieber und Gisela Theising


Vor dem Hintergrund schwerer Rassenunruhen, dem Vietnamkrieg und einer konsumorientierten Gesellschaft, entwickelte sich in San Francisco der 1960er Jahre eine Gegenkultur, die nach neuen Wegen im Zusammenleben von Menschen und Staaten suchte. Neben dem Dresscode war es vor allem die Musik von Jefferson Airplaine, The Grateful Dead, The Doors oder Jimi Hendrix und Janis Joplin, die der Bewegung Ausdruck verlieh. Geworben wurde vor allem mit Plakaten. Dem psychedelischen Plakat – der richtungsweisenden visuellen Hinterlassenschaft jener Jahre um 1967 – widmet sich diese Ausstellung. Gezeigt werden 246 Plakate, ergänzt durch Theaterzettel, Konzerttickets, Schallplattencover, Soundeffekte und der Installation einer originalen Joshua Light Show von 1967. Die Themenfelder der Ausstellung rücken Vietnamkrieg, Musikkultur, afroamerikanische Bürgerrechtsbewegung, sexuelle Befreiung und Alltagskultur in den Fokus.
Den Künstlern ist es in kürzester Zeit gelungen, einen völlig neuen Stil zu kreieren: Europa diente unter anderem mit Elementen des Jugendstils und der Wiener Sezession als Inspirationsquelle. Auch die zeitgenössische amerikanische Kunst und neue Strömungen wie etwa die Pop Art griffen namhafte Plakatkünstler und Designer wie   und andere auf. Die Plakate belegen, dass die Hippiekultur – jenseits aller verkürzenden Klischees – sich in vielen unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen engagierte. Sie dokumentieren in ihren Formen, Farben und Themen eine ungewöhnliche Zeit voller Ideale. Die Designs des psychedelischen Plakats gehören zu den kreativen Höhepunkten der Plakatgeschichte.

Ermöglicht wurde die Ausstellung durch Leihgaben des Hannoveraner Sammlerpaares Lutz Hieber und Gisela Theising.

Das Veranstaltungsprogramm zur Ausstellung findet sich hier…

Am vergangenen Samstag (13.Februar) eröffnete im Essener Soul Hellcafe die Ausstellung „Gigposter im Pott“.
Wie immer bei einer Premiere wußte niemand so genau, wie die Resonanz sein würde, wobei die bei Facebook angekündigten Teilnahmen schon eine gute Richtung vorgaben. Wir sollten nicht enttäuscht werden, pünktlich um 15 Uhr füllte sich der sehr sympathische Laden in Rüttenscheid und die drei anwesenden Postermacher hatten gut zu tun. Jan druckte außerdem an seinem Tisch das Veranstaltungsposter und gab so den Besuchern einen kleinen Einblick in die Siebdrucktechnik. Überhaupt waren die Leute sehr interessiert und es ergaben sich viele gute Gespräche über Poster, Drucktechnik, Bands, etc. .
Zwischendurch hielten wir noch unsere Birnen in die Kamera und gaben der WAZ ein kurzes Interview. Hier das Ergebnis: –>Link
Zum Abend hin wurde es an den Postertischen merklich ruhiger und so wechselte man an die Theke um den Tag locker ausklingen zu lassen.
Vielen Dank an Jan Meininghaus, Mario Turiaux, die anderen teilnehmenden Posterkrauts, die leider nicht vor Ort sein konnten sowie Oki und das komplette Team des Soul Hellcafe, die die Veranstaltung zu einem vollen Erfolg werden ließen.

Wer am Samstag verhindert war, kann sich noch bis zum 2. April die Ausstellung während der offiziellen Öfnungszeiten anschauen und sein Lieblingsmotiv an der Theke ordern. Getränk dazu. Paßt.

 

Gigposter im Pott – 1. Rock–Poster–Art Show im Ruhrgebiet
Wo: Soul Hellcafe – Friederikenstraße 49–51, 45130 Essen
Wann: Sa. 13. Februar 2016 – bis 2. April 2016
Öffnungszeiten: Di–Do: 18:00 – 00:00 Uhr , Fr-Sa: 18:00 – 05:00 Uhr
freier Eintritt!

Hier ein paar Schnappschüsse:

GigposterimPott-Flyer

Das Soul Hellcafe in Rüttenscheid präsentiert ab dem 13. Februar, in einer Ruhrpott–Premiere, ausgewählte Werke bekannter Gigposterkünstler aus Aachen, Düsseldorf, Dresden, Essen, Hamburg, Mannheim, Potsdam und Wien.

Folgende Posterkrauts sind mit Arbeiten vertreten:

Antighost / Mannheim
Fritte & Spiegelsaal / Düsseldorf, Hamburg
Grace Helly (Antje Schröder) / Hamburg – St. Pauli
Michael Hacker / Wien
Kopfüber / Halle (Saale)
Lars P. Krause / Douze Printshop / Dresden
Mario Turiaux / Aachen

Verstärkt wird die Truppe durch den Essener Illustrator  Jan Meininghaus, der auch das Postermotiv zur Veranstaltung gestaltet hat.

 

Gigposter im Pott – 1st Rock–Poster–Art Show im Ruhrgebiet
Wo: Soul Hellcafe – Friederikenstraße 49–51, 45130 Essen
Wann: Sa. 13. Februar 2016 (ab 15:00 Uhr) – bis 2. April 2016
Öffnungszeiten: Di–Do: 18:00 – 00:00 Uhr , Fr-Sa: 18:00 – 05:00 Uhr
freier Eintritt!