Phillip hat es wieder getan. In seinem unverkennbaren Stil hat er diesmal ein Poster für Windhand & Satans Satyrs gestaltet und gedruckt. Einfarbig weiß auf schwarzem Karton im Format 84 x 56 cm. Bei einer Auflage von 66 Stück, heißt es nun schnell sein, denn die meisten sind schon weg. Wen wundert’s?

Unter dem Namen POSTER-O-RAMA a european gig poster show wurde eine Ausstellung zusammengestellt, die Gigposter von über 30 Artists/Studios präsentiert. Die Wanderausstellung wurde von Protagonisten der europäischen Szene (Alex Hanke, Joris Dirks und Torsten Jahnke) entwickelt, um einen kompakten Einblick in die wunderbare, vielfältige Welt der Gigposterkultur zu ermöglichen.

Das Phänomen, spezielle Plakate für ausgesuchte Konzerte hochwertig zu ent­werfen und in limitierter Form in aufwendigen Druckverfahren herzustellen, kam zu erster Blüte in den späten Sechziger Jahren vor allem in den USA und England. Obgleich noch Ankündigungsmedium, waren diese Poster weit entfernt von banaler Werbung. Sie wandten sich an Eingeweihte und gelten zu Recht als Ikonen der Pop-Kultur der 60er Jahre.
Viele Gigposterartists fingen mit Postern für die eigene Band an. Der Siebdruck ist dabei ein probates Mittel. Technisch nicht aufwendig, aber arbeits­intensiv, da jede Farbe einzeln – und meistens per Hand – gedruckt wird.
Der Handsiebdruck erlaubt dabei im Gegensatz zum industriellen Siebdruck nur verhältnismäßig geringe Auflagen, da mechanische und chemische Beanspruchung die Siebe angreift und das Druckergebnis beeinflußt. Das führt auch dazu, dass kaum ein Plakat dem anderen im Detail gleichen dürfte. Somit ist jedes einzelne Plakat ein Kunstwerk für sich und kann trotz aufwendiger Produktion für vergleichsweise wenig Geld erworben werden.
Längst sind solche Plakate nicht mehr nur ein Werbemedium und Gebrauchskunst, sondern gefragte Sammlerstücke, jenseits von Bandme­morabilia fürs Jugendzimmer, die nicht selten in renommierten Galerien der Welt gezeigt werden. Entwurf und vor allem Druck sind noch ein klassisches, künstlerisches Handwerk. Nicht zuletzt dieser Umstand, im Gegensatz zum seelenlosen, unendlich reproduzierbaren Digitaldruck macht den Wert und den Reiz von Gigpostern aus. Auf solchen Plakaten wird nicht nur das üb­liche Bandporträt oder Plattencover mit Einheits­logo dargestellt, sondern hier zählt eine künstlerische Idee fernab von Marketingstrategien.

Erste Station war die Illustrade. Die Macher dieses großartigen Festivals für Illustration kannten Gigposter von diversen Musikfestivals und luden uns als Gastkünstler ein. An sich schon eine schöne Sache, die allerdings noch dadurch getoppt wurde, das man uns den kompletten Lichthof der Kunsthalle Rostock zur Verfügung stellte. Fritte war während des Festivals 5 Tage vor Ort und extrem begeistert von dem positiven Feedback und der Menge an Besuchern, versteht sich Poster-O-Rama doch als Graswurzelaktion um die europäische Posterlandschaft zu beleuchten und den Menschen nahezubringen. Vielen Dank an das Illustrade Team und die Mitarbeiter der Kunsthalle Rostock. Ein toller Start.

Wie schon erwähnt handelt es sich bei POSTER-O-RAMA a european gig poster show um eine Wanderausstellung. Interessierte Veranstalter, Events, Museen, Organisationen, Städte o.ä. können nun einfach Kontakt aufnehmen und bekommen einen Flightcase mit Postern, Begleitmaterial, Clips und allem was nötig ist, um eine schöne, vielfältige, internationale Posterausstellung auf die Beine zu stellen. Evtl. ist auch der eine oder andere Posterkünstler selbst vor Ort. Hier ein paar Impressionen aus der Kunsthalle Rostock:



Weiter Informationen und Termine gibt es auf der FB-Seite:

POSTER-O-RAMA a european gig poster show

Illustrade – Rostock – 20.-24.9. Kunsthalle Rostock
Colors of Pop – Saarbrücken – 20.-22.10. Kongresshalle
Le Guess Who? – Utrecht – 9.-12.11. Tivoli

Nach der Westküstentour ist vor der Ostküstentour.

NY, Boston, DC und Philly heißen die Stationen von Less Art auf dem zweiten Teil (Ostküste) ihrer Tour.

Da es zeitlich nicht möglich war ein neues Motiv zu erstellen, griffen Spiegelsaal, in Absprache mit der Band, nochmal auf den Horus zurück. Gedruckt wurde wieder in den Staaten bei Monolith Press diesmal mit blaumetallic, rot und schwarz.

SPS-035/2:

Hier ein kurzer Überblick über die letzten Siebdrucke aus dem Hause Spiegelsaal.net.

Exemplare aller Poster sind noch im Spiegelsaal-Webshop zu bekommen. Einfach auf das Postermotiv klicken. (checkt auch die unterschiedlichen Farbvarianten). Das Poster für das Brad Mehltau Trio ist nur exklusiv über die Elbphilharmonie erhältlich mittlerweile ausverkauft.
Nächsten Monat findet ihr Jungs von Spiegelsaal beim Colored Gigs in Berlin, auf dem Reeperbahnfestival und auf der Illustrade in Rostock . Man sieht sich.


Anfang des Jahres spielten die Flaming Lips im Huxleys/Berlin. SPS-029:


Im März kamen Cherubs auf Europatour. SPS-030:


Im April gingen Whores zusammen mit Big Business auf große Europatour. SPS-031:


Im Rahmen der Reihe „Elbphilharmonie Jazz“ gastierte das Brad Moldau Trio in eben jener. SPS-032:


Im Juni fand wieder das großartige Primavera Sound Festival in Barcelona statt. Wir hatten ein Poster für den Auftritt der Sleaford Mods im Gepäck. SPS-033:


Im Rahmen einer Siebdruckvorführung auf dem Festival, druckten Monostereo einen Artprint von uns. SPS-034:

 


Neben den Postern und Artprints, lieferten wir die Illustration für die Colored-Gigs Flyer(Poster). Und waren Teil des von Lars P. Krause herausgegebenen „Gigposter Quartetts


Spiegelsaal.net

Jucifer sind zu einer sehr langen Europatournee aufgebrochen und Janta-Island hat das Poster dafür gemacht.
Zweifarbiger Siebdruck auf schwarzem Karton. Format: 50 x 66 cm. Auflage: 123 Stück.
Fast die komplette Edition ist mit auf Tour, die Wenigen, die übrige bleiben gibts dann im Winter im Janta-Island Webshop. (Oder in einem Monat bei den Colored Gigs in Berlin).

Fanfare, Trommelwirbel, Tusch, Applaus – Ladies & Gentlemen, mit großer Freude und nicht ohne Stolz präsentiert Señor Burns in dieser Woche sein 200. Gigposter:

Doppeltes Jubiläum, denn: das ist zugleich auch sein 10. Plakat für THE NOTWIST in rund sieben Jahren (neben zahlreichen weiteren Arbeiten für die diversen Seitenprojekte und Plattencover im Siebdruck).

Entstanden ist ein wahrer Twist(er) in drei Farbvarianten (GELB, BLAU, PINK) in Auflagen von jeweils 43 Exemplaren. Satte sechs Farben plus eine ordentliche Schicht Nachleuchtfarbe für den „glow in the dark“-Effekt: wenn das Licht ausgeht wird’s „spacig“… Das Format scheint sich allgemein zu bewähren: auch hier 40×60 cm, der Druckträger ein massiver 300g ungestrichener, soft matter Karton in warmweiß. (hier klicken zum online-shop)

Ach so, der Anlass: das A SUMMER’S TALE Festival in Luhmühlen bei Lüneburg. Noch nicht von gehört? Naja, findet erst zum dritten Mal statt, ist aber idyllisch gelegen, sehr familienfreundlich angelegt und organisiert und das line-up kann sich sehen lassen:

Pixies * PJ Harvey * Feist * Franz Ferdinand * Element of Crime * Birdy * Conor Oberst * Johnossi * Stereo Mc’s * The Notwist * Bear’s Den * The Common Linnets * Judith Holofernes * Von Brücken * Get Well Soon * Unter meinem Bett * Cigarettes After Sex * Die Sterne * Electric Swing Circus * Bernd Begemann & Die Befreiung * Dan Croll * Dear Reader * Rhonda * William McCarthy * Rocky Votolato * Blaudzun * Thomas Dybdahl * Mister & Mississippi * Tash Sultana * A Tale Of Golden Keys

Dazu Lesungen, DJ’s, Kinderprogramm, Aktivitäten etc etc pp bla bla bla… und neben Señor Burns noch weitere POSTERKRAUTS mit ihren Werken, nämlich: Antje GRACE HELLY Schröder, Alex ZUM HEIMATHAFEN Hanke und last not least Mr. Lars DOUZE Krause!

Hier das aktuelle Poster von Janta Island für »Terror Cósmico«, »Vinnum Sabbathi« und »Weedsnake«,  drei Metalbands aus Mexico-Stadt die am 20.06. im Zoro aufgetreten sind.


Zweifarbiger Siebdruck
Format: 44 x 63 cm
Auflage: 80 Stück. (Wobei die eine Hälfte verklebt wurde und die andere Hälfte ab sofort im Shop bzw. bald in Hamburg beim Flatstock zu bekommen ist).

Die Hippie-Bewegung fand mit dem Summer of Love 1967 in San Francisco ihren Höhepunkt. Zum 50. Jubiläum widmet das Museum Folkwang der Hippie-Kultur im Sommer 2017 eine umfangreiche Ausstellung. Rund 250 psychedelische Plakate – ergänzt durch Fotografien, Schallplattencover und Konzertkarten – ermöglichen einen umfassenden Einblick in diese wichtige Umbruchphase.
San Francisco 1967 ist die bisher größte Plakatausstellung zum Summer of Love in Europa überhaupt.


Victor Moscoso
The Chamber Brothers „Glasses“, San Francisco, 1967
Sammlungen Lutz Hieber und Gisela Theising


Vor dem Hintergrund schwerer Rassenunruhen, dem Vietnamkrieg und einer konsumorientierten Gesellschaft, entwickelte sich in San Francisco der 1960er Jahre eine Gegenkultur, die nach neuen Wegen im Zusammenleben von Menschen und Staaten suchte. Neben dem Dresscode war es vor allem die Musik von Jefferson Airplaine, The Grateful Dead, The Doors oder Jimi Hendrix und Janis Joplin, die der Bewegung Ausdruck verlieh. Geworben wurde vor allem mit Plakaten. Dem psychedelischen Plakat – der richtungsweisenden visuellen Hinterlassenschaft jener Jahre um 1967 – widmet sich diese Ausstellung. Gezeigt werden 246 Plakate, ergänzt durch Theaterzettel, Konzerttickets, Schallplattencover, Soundeffekte und der Installation einer originalen Joshua Light Show von 1967. Die Themenfelder der Ausstellung rücken Vietnamkrieg, Musikkultur, afroamerikanische Bürgerrechtsbewegung, sexuelle Befreiung und Alltagskultur in den Fokus.
Den Künstlern ist es in kürzester Zeit gelungen, einen völlig neuen Stil zu kreieren: Europa diente unter anderem mit Elementen des Jugendstils und der Wiener Sezession als Inspirationsquelle. Auch die zeitgenössische amerikanische Kunst und neue Strömungen wie etwa die Pop Art griffen namhafte Plakatkünstler und Designer wie   und andere auf. Die Plakate belegen, dass die Hippiekultur – jenseits aller verkürzenden Klischees – sich in vielen unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen engagierte. Sie dokumentieren in ihren Formen, Farben und Themen eine ungewöhnliche Zeit voller Ideale. Die Designs des psychedelischen Plakats gehören zu den kreativen Höhepunkten der Plakatgeschichte.

Ermöglicht wurde die Ausstellung durch Leihgaben des Hannoveraner Sammlerpaares Lutz Hieber und Gisela Theising.

Das Veranstaltungsprogramm zur Ausstellung findet sich hier…

Bevor sich Phillip bis zum Herbst anderen Projekten widmet, haut er noch schnell ein neues Gigposter raus.
Das Konzert fand Anfang des Monats statt und bot finnische Metal-Hölle hoch drei, wobei sich eine der Bands einen Tag vorher aufgelöst hatte 🙂 Was solls, es gab auch so genug aufs Trommelfell.

 

2-farbiger Siebdruck, 63 x 44 cm, Auflage: 80.
Ab sofort im Janta-Island Webshop.