Fanfare, Trommelwirbel, Tusch, Applaus – Ladies & Gentlemen, mit großer Freude und nicht ohne Stolz präsentiert Señor Burns in dieser Woche sein 200. Gigposter:

Doppeltes Jubiläum, denn: das ist zugleich auch sein 10. Plakat für THE NOTWIST in rund sieben Jahren (neben zahlreichen weiteren Arbeiten für die diversen Seitenprojekte und Plattencover im Siebdruck).

Entstanden ist ein wahrer Twist(er) in drei Farbvarianten (GELB, BLAU, PINK) in Auflagen von jeweils 43 Exemplaren. Satte sechs Farben plus eine ordentliche Schicht Nachleuchtfarbe für den „glow in the dark“-Effekt: wenn das Licht ausgeht wird’s „spacig“… Das Format scheint sich allgemein zu bewähren: auch hier 40×60 cm, der Druckträger ein massiver 300g ungestrichener, soft matter Karton in warmweiß. (hier klicken zum online-shop)

Ach so, der Anlass: das A SUMMER’S TALE Festival in Luhmühlen bei Lüneburg. Noch nicht von gehört? Naja, findet erst zum dritten Mal statt, ist aber idyllisch gelegen, sehr familienfreundlich angelegt und organisiert und das line-up kann sich sehen lassen:

Pixies * PJ Harvey * Feist * Franz Ferdinand * Element of Crime * Birdy * Conor Oberst * Johnossi * Stereo Mc’s * The Notwist * Bear’s Den * The Common Linnets * Judith Holofernes * Von Brücken * Get Well Soon * Unter meinem Bett * Cigarettes After Sex * Die Sterne * Electric Swing Circus * Bernd Begemann & Die Befreiung * Dan Croll * Dear Reader * Rhonda * William McCarthy * Rocky Votolato * Blaudzun * Thomas Dybdahl * Mister & Mississippi * Tash Sultana * A Tale Of Golden Keys

Dazu Lesungen, DJ’s, Kinderprogramm, Aktivitäten etc etc pp bla bla bla… und neben Señor Burns noch weitere POSTERKRAUTS mit ihren Werken, nämlich: Antje GRACE HELLY Schröder, Alex ZUM HEIMATHAFEN Hanke und last not least Mr. Lars DOUZE Krause!

Die Hippie-Bewegung fand mit dem Summer of Love 1967 in San Francisco ihren Höhepunkt. Zum 50. Jubiläum widmet das Museum Folkwang der Hippie-Kultur im Sommer 2017 eine umfangreiche Ausstellung. Rund 250 psychedelische Plakate – ergänzt durch Fotografien, Schallplattencover und Konzertkarten – ermöglichen einen umfassenden Einblick in diese wichtige Umbruchphase.
San Francisco 1967 ist die bisher größte Plakatausstellung zum Summer of Love in Europa überhaupt.


Victor Moscoso
The Chamber Brothers „Glasses“, San Francisco, 1967
Sammlungen Lutz Hieber und Gisela Theising


Vor dem Hintergrund schwerer Rassenunruhen, dem Vietnamkrieg und einer konsumorientierten Gesellschaft, entwickelte sich in San Francisco der 1960er Jahre eine Gegenkultur, die nach neuen Wegen im Zusammenleben von Menschen und Staaten suchte. Neben dem Dresscode war es vor allem die Musik von Jefferson Airplaine, The Grateful Dead, The Doors oder Jimi Hendrix und Janis Joplin, die der Bewegung Ausdruck verlieh. Geworben wurde vor allem mit Plakaten. Dem psychedelischen Plakat – der richtungsweisenden visuellen Hinterlassenschaft jener Jahre um 1967 – widmet sich diese Ausstellung. Gezeigt werden 246 Plakate, ergänzt durch Theaterzettel, Konzerttickets, Schallplattencover, Soundeffekte und der Installation einer originalen Joshua Light Show von 1967. Die Themenfelder der Ausstellung rücken Vietnamkrieg, Musikkultur, afroamerikanische Bürgerrechtsbewegung, sexuelle Befreiung und Alltagskultur in den Fokus.
Den Künstlern ist es in kürzester Zeit gelungen, einen völlig neuen Stil zu kreieren: Europa diente unter anderem mit Elementen des Jugendstils und der Wiener Sezession als Inspirationsquelle. Auch die zeitgenössische amerikanische Kunst und neue Strömungen wie etwa die Pop Art griffen namhafte Plakatkünstler und Designer wie   und andere auf. Die Plakate belegen, dass die Hippiekultur – jenseits aller verkürzenden Klischees – sich in vielen unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen engagierte. Sie dokumentieren in ihren Formen, Farben und Themen eine ungewöhnliche Zeit voller Ideale. Die Designs des psychedelischen Plakats gehören zu den kreativen Höhepunkten der Plakatgeschichte.

Ermöglicht wurde die Ausstellung durch Leihgaben des Hannoveraner Sammlerpaares Lutz Hieber und Gisela Theising.

Das Veranstaltungsprogramm zur Ausstellung findet sich hier…

 „Rock me Gigposter“!

Gerade erst hätte einer der berühmtesten Söhne der Stadt, Falco, seinen 60.Geburtstag feiern können, da steht Wien gleich der nächste Knaller bevor. Zum Vinyl & Music Festival finden sich vom 03.-05.März in der Ottakringer Brauerei im Herzen der Stadt nämlich neben Plattenlabels, Hi-Fi Herstellern und Magazinen auch knapp zwei Dutzend Posterkünstler*Innen ein.

Die Props der Woche gehen daher an Thomas Zettel aka Zellerluoid aka The Bycicle Press!

Dank seiner Mithilfe ist es den Organisatoren des Festivals gelungen, ein fettes line-up an europäischen Poster Artisten für Wien zu rekrutieren. Die POSTERKRAUTS freuen sich auf drei gemeinsame Tage mit den Besuchern und in bester Gesellschaft folgender Künstler:
A Place For Tom
Antighost
Arrache toi un oeil
Carlo Vivary
Daniel Puiggros
Fuzzgun
Giov`
Janta Island
Joris Diks
Luke Drozd
Michael Cowell
Michael Hacker
mynameisbri
Rainbow
Sehfeuer
Señor Burns
Simon Marchner
Spiegelsaal
The Impossible Machine
zellerluoid

Mannheim mag (noch) nicht das Gigposter-Epizentrum Europa’s sein, aber es tut sich definitiv etwas in der Quadratestadt, seit die Jungs der Antighost  2014 ihre eigene Siebdruckwerkstatt gegründet haben.

Immer auf Zack haben sie sich nun zur Zwischennutzung eine Galerie im Mannheimer Kreativwirtschaftszentrum C-Hub geangelt und den Antighost-Pop-Up-Showroom ins Leben gerufen. Nachdem sie hier in den ersten 3 Wochen ihre großformatigen God Save Helvetica Drucke gezeigt haben geht es in der 2. Phase natürlich mit Gigpostern weiter.

Zu sehen gibt es visuellen Lärm aus dem Hause:

Vernissage ist am 11. Februar mit Live-Gypy-Jazz vom Delta Django Collective

Finissage ist am 25. Februar mit Live-HipHop von Chaoze One

Im der Berliner Szene Galerie URBAN SPREE, Revaler Strasse 99, treffen sich seit nunmehr 5 Jahren immer im Januar/Februar Künstler und Überlebenskünstler aller Sparten und Länder um zu den Berlin Graphic Days ihre Arbeiten zu zeigen, zu verkaufen und mit den Besuchern zu feiern.

Erstmals wird am 03. Februar 2017 die kleine Schwester der in Leipzig, München und Dresden seit Jahren sehr erfolgreichen COLORED GIGS Postershow den Auftakt zum Kunst-Festival Berlin Graphic Days gestalten. Zur ersten Berliner MINI-Colored Gigs Poster-Show sind 4 Künstler mit ihren neuseten, aber auch raren, teils ausverkauften Postern anwesend.

 

Alle Fakten zusammengfasst:

MINI Colored Gigs Postershow, Night Market, Live Musik und Party
03. Februar 2017, ab 17 Uhr, URBAN SPREE, Revaler Strasse 99

Joris Diks – Handprinted Stuff  / Utrecht, NL
Alexander Hanke – Zum Heimathafen  / Hamburg
Spiegelsaal  / Hamburg & Düsseldorf
Lars P. Krause – DOUZE Printshop / Dresden

Danach am 04.+05. Februar von 12.00 Uhr bis 22.00/21.00 Uhr Berlin Graphic Days Art-Festival, Market, Live Musik und Party mit mehr als 100 Künstlern aus aller Welt.

Das Soul Hellcafe in Rüttenscheid präsentiert ab dem 07. Januar zum zweiten Mal ausgewählte
Werke bekannter Gigposterkünstler aus Aachen, Düsseldorf, Dresden, Essen, Hamburg, Mannheim,
Potsdam und Wien.

(©Motiv Jan Meininghaus)

Den geneigten Musikfan erwarten Bilderwelten, die sich assoziativ mit Bands und/oder Songtexten
auseinandersetzen und eine amtliche Party auf der Retina des Betrachters feiern. Musikliebhaber, Sammler, und
Neuentdecker findet hier limitierte Poster für Bands wie die Savages, A Place to bury strangers, The
Peacocks, The Sonics, Build to Spill, Mastodon, Swans, Melvins, Mudhoney uvm… .

Teilnehmende Künstler (* = am 07.01. vor Ort):
Antighost + Götzilla / Mannheim
Lars P. Krause / Douze Printshop / Dresden
Fritte + Mitchum d.a. + Spiegelsaal / Düsseldorf-Hamburg*
Grace Helly / Hamburg
Michael Hacker / Wien
Mario Turiaux / Aachen
Jan Meininghaus / Essen*
Kopfüber / Potsdam

Wo: Soul Hellcafe – Friederikenstraße 49-51, 45130 Essen
Wann: Sa. 07. Januar 2107 (ab 15:00 Uhr) – bis Sa. 04. Februar 2017
Öffnungszeiten: Di-Do: 18:00 – 00:00 Uhr , Fr-Sa: 18:00 – 05:00 Uhr
Eintritt frei!

Bei all den Postershows in letzter Zeit ist die tolle Ratsherrn Aktion etwas untergegangen.

Ratsherrn, die Craft Brauer aus der Schanze, hatten ja vor einigen Jahre schon mal ein spezielles Reeperbahn Festival IPA kreiert. Zum diesjährigen Flatstock/Reeperbahn Festival wurde eine Artprint Serie initiiert, wo jedem der teilnehmenden Posterkünstler ein Bier zugewiesen wurde, für das er ein Motiv entwickeln sollte.

Mit dabei waren: Antighost Siebdruck-Werkstatt (D), Boss Construction Design Screenprint (USA), Clockwork Pictures (IT), Studio Captain (NL), Zum Heimathafen (D), Jelle van Gosliga (NL), Mercadorama (MEX) und Spiegelsaal (D).

Die Rahmenbedingungen waren für alle gleich:
– Format 35×50 cm, mit weissem Rahmen und einheitlicher Fusszeile.
– Dieselben 3 Farben und Druckreihenfolge für alle.
– Alex und Torsten drucken alle Motive in Hamburg.

Artsherrn - Motiv von Spiegelssal

Artsherrn – Motiv von Spiegelssal

Manche Biere haben ein Motivetikett, auf das man sich beziehen kann, andere sind eher neutral. Wir von Spiegelsaal „kümmerten“ uns um das Ratsherrn Lager und das Zwickel Bier (was es nur vom Faß gibt).
Da die Motive eine kleine Geschichte erzählen sollten, kamen wir auf die Idee, das sich Gläser selbst am Lagertank bedienen, war doch mit Zwickelbier ursprünglich die vor dem Filtern vom Fass mittels des sogenannten „Zwickelhahns“ vom Braumeister entnommene Probe gemeint.

Die Ergebnisses wurden dann (in Anwesenheit der Künstler) im brauereieigenen Craft Beer Store präsentiert.
Laut Aussage der Anwesenden ein super Abend (inkl. Brauereiführung) und es bleibt zu hoffen das die Zusammenarbeit weitergeführt wird.

Hier mal ein paar Fotos aus der Druckerei (von Zum Heimathafen) und der Präsentation (von Antighost):

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Wie ihr natürlich alle wißt, findert von heute bis einschließlich Samstag das Reeperbahn-Festival und die Flatstock Poster Convention statt.

Es ist schon eine schöne Tradition, das die teilnehmenden Künstler dafür ein Extra Flatstock Poster produzieren. Siehe auch den vorherigen Post vom Douze Printshop. Hier ganz frisch eingetroffen, das Motiv von Janta-Island:

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Einfarbig-weiß auf schwarzem Karton. 63 x 46 cm, 50 Stück.
Zu bekommen direkt am Stand auf dem Spielbudenplatz.

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Das PrimaveraSound Festival war in diesem Jahr zum bereits fünften Mal in Folge Gastgeber der 2001 ursprünglich in San Francisco gestarteten Gigposter Roadshow FLATSTOCK. Neben Hamburg im September (seit 2006 im Rahmen des Reeperbahnfestivals) hat sich Barcelona nunmehr als zweiter europäischer Hafen für Posterkünstler aus aller Welt etabliert. Etliche POSTERKRAUTS haben das Posterschiff dann auch ordentlich an der Barceloneta angedockt…

Mit dem Wetter hatten wir Aussteller unter freiem Himmel in diesem Jahr wieder ausgesprochen Glück, vom angekündigten Sturm und Wolkenbrüchen wurden wir dankenswerterweise letztlich verschont. Es gibt nichts traurigeres als bunte Plakatmatsche… Somit ausgelassene Stimmung und ideale Voraussetzungen, um die zehrenden Arbeitszeiten von 15 Uhr nachmittags bis 5 Uhr morgens durchzustehen. Tja Ihr Lieben, Poster Artist ist kein Zuckerschlecken.

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Neben gutem Klima und kaltem Bier sind auch Plakate für Acts des Festivals selbst eine gute Basis für erfolgreiche Tage. Señor Burns durfte sich sehr glücklich schätzen, sogar zwei Drucke authorisiert zu bekommen. Nach 2014 waren die Elektromeister MODERAT aus Berlin diesmal wieder beim Primavera am Start und nachdem die Zusammenarbeit schon damals gut geölt lief, durfte er auch 2016 wieder ran. Zur Belohnung gab es für die Band ein „stage-upgrade“: beim letzten Mal noch auf einer der kleineren Bühnen vor rund 5.000-6.000 Leuten, gaben sie diesmal den Headliner auf der Hauptbühne vor schätzungsweise 50.000 Zuschauern! Da kann man schonmal auf die Holzpalette klopfen – gerade so wie es MODERAT laut Eigenaussage auch selbst getan haben. Für das Stück „Reminder“ auf ihrem aktuellen Album haben sie auf der Suche nach dem passenden Rhythmusgeräusch kurzerhand eine Palette aus dem Hinterhof bearbeitet.

Das zweite Plakat ist für die New Yorker Weirdos von PARQUET COURTS entstanden. Das Motiv zeigt einen Hot-Dog dem es wiederum ein Parquet Courts-Poster um die laschen Brothälften weht. Wer glaubt das sei total absurd und ohne jede Berechtigung, der irrt. Schließlich beweist die Band in ihren Texten immer wieder eine Affinität zu Essen und dem Umgang damit („stoned & starving“ oder „berlin got blurry“).

Beide Plakate sind im Format 60×40 cm und in einer Auflage von jeweils 70 Exemplaren mit drei bzw. vier Farben von Hand auf softweißem Metapaper mit 240g gedruckt. Ein Glück für Euch, dass nicht alle Exemplare beim FLATSTOCK abgegriffen wurden und Ihr deshalb noch welche ergattern könnt, ab sofort hier: senorburns.bigcartel.com